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Sonnenaufgang über Hobart |
Wie immer ging es bereits frühmorgens los, doch vorher bot sich uns dieser Ausblick auf
Hobart und
Mt. Wellington von unserem kleinen Balkon im Mercure Hotel. Was für ein Ausblick zum aufstehen! Mit dem Bus ging es ein kleines Stück raus aus
Hobart zum nahe liegenden
Bonorong Wildlife Park.
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Wombat mit Pfleger |
Der Wildlife Park ist eigentlich kein Zoo, auch wenn man Tiere aus der Nähe und in einem eingeschränkten Umfeld sehen kann, sondern eine Auffang- und Zuchtstation. Dort werden die Opfer von Autounfällen und andere verletzte Tiere hingebracht und gehegt und gepflegt. Meist sind es Babys, z.B. von
Känguruhs,
Wallabys und
Wombats die im Beutel ihrer Mutter den Unfall überleben, hier dann groß gezogen werden, und wenn möglich auch wieder ausgewildert werden.
Zweimal täglich gibt es geführte Touren wo einem viel erklärt wird, wie zum Beispiel die Phasen beim Erwachsen werden eines
Wombats! Das
Wombat im Bild ist eigentlich schon in der Teenager Phase. Sobald der Pfleger es runter setzt beginnt es ihn anzugreifen und versucht ihn zu vertreiben. Wenn er es aber in den Arm nimmt, dann geniesst es noch geknuddelt zu werden und liess sich sogar von uns streicheln.
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Tasmanische Teufel beim Fressen |
Gleich nebenan befand sich ein Gehege mit jungen
tasmanischen Teufeln. Die Tierchen sind eigentlich ganz anders als der Ruf und ganz anders als ich sie mir vorgestellt hatte. Eigentlich sind sie Aasfresser und somit harmlos. Was ihnen ihren schlechten Ruf eingebracht hat ist der seltsame Schrei den sie ausstossen. Als die ersten Siedler nach Tasmanien kamen und das in der Nacht im Wald hörten (die Tierchen sind nachtaktiv) dachten sie, dass Teufel umgehen. In der freien Natur sieht man sie (ausser als Roadkill) eigentlich nur sehr selten. Erstens sind sie wie gesagt nachtaktiv, zweitens sind sie sehr scheu und drittens gibt es nicht mehr so viele von ihnen, da eine
ansteckende Krebskrankheit sie schlimm dezimiert hat. Es gibt mehrere Rettungsprojekte und Zuchtstationen (auch ausserhalb Tasmaniens) um eine gesunde Population zu erhalten. Es ist aber gut möglich, dass der tasmanische Teufel in näherer Zukunft den Weg seines (vermutlich) ausgestorbenen entfernten Verwandten, des
tasmanischen Tigers, geht.
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Neugieriger Beutelteufel vor seinem Baum |
Es gibt noch eine Vielzahl von anderen australischen Tieren, die man aus der Nähe beobachten kann. Die meisten sind nicht hinter Gittern, so dass man einen freien Blick hat und auch nah heran kann. Die
Känguruhs und
Wallabys darf man sogar füttern und streicheln. Auch eins mit Babykänguruh, das schon aus dem Beutel lugte war dabei! Meine ersten Känguruhs und dann auch noch zum Anfassen!
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Känguruh beim Sonnenbad |
Das Highlight für uns waren dann die zwei Koalas. Die gibt es ja auf Tasmanien eigentlich gar nicht, aber als es vor vielen Jahren einen schlimmen Waldbrand auf Kangaroo Island (Südaustralien) gab, gab es so viele verletzte und verwaiste Koalas, dass sie nicht alle auf dem Festland versorgt werden konnten. So kamen die zwei im Wild Park lebenden Koalas nach Tasmanien. Angeblich sind es die einzigen beiden auf der Insel.
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Der Koala zeigt sich absolut unbeeindruckt von uns. |
Wir durften dann auch jeder einzeln und dann auch als Gruppe ein Foto mit diesen ruhigen Geschöpfen machen. Trotz des Trubels war ihnen was mir machten so etwas von egal.
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Angriff des Killer Koala :) |
Leider war es dann auch schon langsam Zeit zu gehen. Immerhin mussten wir heute noch weiter bis nach
Freycinet! Beim Ausgang traf ich dann aber noch einen sehr schönen geflügelten Gesellen, den ich noch öfters zu sehen bekommen sollte (allerdings nicht mehr so nah).
Nach unserer Begegnung mit dem tasmanischen/australischen Tierreich ging es dann auch gleich
weiter Richtung Norden nach Freycinet.
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